Erzählstation 1

Wiedervereinigungsdenkmal im Stadtpark

Ein Beratungsgremium dänischer Vereine in Broager wurde 1929 aufgefordert, ein Wiedervereinigungsdenkmal in Broager zu errichten.

 

Es wurden schnell die notwendigen Mittel gesammelt, um die für diesen Zweck ausgewählten Steine vom Skelde Strand zum Stadtpark transportieren zu können.

Hier wurde das Denkmal unter der Leitung von Edsen Johansen, Jelling, errichtet und konnte am 11. Juni 1930 enthüllt werden.

 

Es gab einen öffentlichen Wettbewerb darüber, was auf dem Stein stehen sollte. Dieser wurde vom alsischen Dichter Martin N. Hansen gewonnen.

Sockel Nordseite: Errichtet 1930 

 

Sockel Südseite:  Mit ernstem Begehren besitzen wir heute steht nun unsere Zukunft im Zeichen des Glücks wisse das, jeder Wanderer auf diesen Wegen und späte Generationen in dieser Gegend und es summt fröhlich um Bucht und Feld es gab doch Sieg aus Seufzern und Gesang

 

Südlicher Tragstein:  10. Februar – Juni 1920

Auf der Nordseite des Überlagers: Hierher kam ich vom Skelle Strand um Zeugnis abzulegen von unserer Heimkehr als Teil von Dänemarks Land

Pfarrhaus Broager

Das Pfarrhaus Broager, Vestergade 36, ist erst seit 1988 Pfarrhaus.

Das Gebäude wurde 1863/64 erbaut, als der Wunsch bestand, in Broager eine neue Schule zu bauen. Bevor es 1864 genutzt werden konnte, wurde es von österreichischen und preußischen Truppen besetzt. Broager diente vor dem Sturm auf Dybbøl Banke als Sammelplatz. Die neue Schule wurde daraufhin zum Lazarett umfunktioniert – praktischerweise direkt neben Kirche und Friedhof gelegen.

In der Zeit vor dem Sturm auf Dybbøl Banke am 18. April wurde das Lazarett intensiv genutzt, um die vielen Verwundeten aus den Gefechten und Bombardierungen im Zusammenhang mit der Belagerung aufzunehmen.

Am 18. April 1864 erfolgte der Sturm auf Dybbøl Banke. Dies sorgte natürlich für reges Treiben im Lazarett. Viele der Überlebenden wurden nach der Diagnose in andere Lazarette in der Umgebung verlegt. Allein in Broager gab es an vier verschiedenen Adressen Krankenstationen. Sogar die Kirche wurde genutzt. Es heißt, Amputationen hätten im Glockenturm stattgefunden.

Nach dem Krieg von 1864 wurde das Gebäude bis 1912 als Schule genutzt. Danach wurde der gesamte Unterricht in Broager in der Broager Schule, Vestergade 19, konzentriert.

Danach wurde das Haus an den Kaufmann Johannes Ohrt verkauft, der es in ein Wohnhaus mit zwei Wohnungen umbauen ließ.

Nach einem Eigentümerwechsel kaufte die Gemeinde Broager das Haus 1988 und richtete hier das heutige Pfarrhaus ein.