Wenn man einen Spaziergang über den Friedhof von Broager macht, wird man feststellen, dass ein Teil der Inschriften auf den Grabsteinen auf Deutsch verfasst ist. Das hängt damit zusammen, dass die Region von 1864 bis 1920 deutsch war. Als sich die dänischen Truppen im Februar 1864 vom Danewerk zurückzogen und bei den Düppeler Schanzen Stellung bezogen, wurden sie scharf von preußischen und österreichischen Truppen verfolgt.
Die Preußen besetzten Broagerland und richteten das heutige Pfarrhaus (das damals eine neu errichtete Schule war) zusammen mit einem älteren, nahe gelegenen Schulgebäude als Lazarett ein. Außerdem bereiteten sie den Kirchenraum darauf vor, Verwundete vor den größeren Gefechten aufzunehmen, insbesondere vor dem Sturm auf die Düppeler Schanzen am 18. April. Der Glockenturm wurde während der gesamten Zeit als Operationssaal genutzt.
Die Kriegsgräber auf dem Friedhof umfassen insgesamt etwa 300 Soldaten aus dem Krieg von 1864, darunter 73 Dänen. Sie liegen in Massengräbern, Sammelgräbern und Einzelgräbern. Hier befindet sich der Gedenkstein für die dänischen Soldaten sowie die Eisernen Kreuze für die preußischen Offiziere und Soldaten. Außerdem gibt es einen Gedenkstein für den preußischen Pionier Karl Klinke, der nach dem Sturm auf die Düppeler Schanzen zum Kriegshelden ernannt wurde.
Unmittelbar nördlich der Kirche befinden sich zudem zwei Gräber aus dem Dreijährigen Krieg von 1848–1851.