Das Haus hier ist in Broager als „Legatboligen“ oder „Bergenstiftelsen“ bekannt.
Ursprünglich lebte hier das kinderlose Ehepaar Ingeborg und Chr. Ferdinand Andresen. Gerade weil sie kinderlos waren, verfassten sie bereits 1920 ein Testament, das Ingeborgs Bruder in Norwegen, Peter Hansen, und dessen Ehefrau begünstigte. Auch sie waren kinderlos, und gemeinsam bestimmten sie, dass das Haus nach dem Tod aller vier Personen als Heim für würdige, bedürftige Witwen, Witwer oder Ehepaare in Broager dienen sollte.
Peter Hansen hatte bereits 1919 zusammen mit einer Gruppe wohlhabender Geschäftsleute aus Bergen, die alle aus Broager und Umgebung ausgewandert waren, die „Bergen-Stiftung zum Wohle der Gemeinde Broager“ gegründet.
So diente das Haus bis 2019 als Legatwohnung. Dann wurde die Stiftung aufgelöst und das Haus an Privatpersonen verkauft. Der Verkaufserlös wurde für gemeinnützige Zwecke in Broager verwendet.
Das Haus in der Vestergade 33 wurde 1880 von dem Ziegeleibesitzer H.H. Diethmer, Rendbjerg Ziegelei, gebaut. Es war wohl als Altersruhesitz oder Wohnung für die Töchter gedacht. Er schaffte es jedoch nicht, es zu nutzen, bevor die Ziegelei Konkurs ging.
Nach einer Zeit als Familienwohnung wurde das Haus 1912 an den Arzt Christian Poulsen verkauft, der hier eine Praxis eröffnete. Er wurde von den Ärzten Hans August Andersen, Aude Andersen, Per Jensen, Hack Busch und schließlich Niels Nørmark abgelöst, der 1998 zusammen mit den anderen Ärzten der Stadt das Ärztehaus in Broager gründete.
Seitdem ist die Vestergade 33 ein Privathaus.