Gasthof/Gastwirtschaft über all die Jahre bis 1983, zuletzt betrieben von Maria und Nikolai Schmidt.
Gleichzeitig gab es von 1969 bis 1983 eine Tankstelle.
Das Paar übernahm den Betrieb von Marias Eltern, Christian und Christine (Didde) Andersen, die den Gasthof und die Tankstelle von 1926 bis 1969 führten.
Die letzten 15 Jahre führte Didde den Gasthof nach dem Tod ihres Mannes mit Hilfe ihrer Tochter und ihres Schwiegersohns allein weiter.
Das Gebäude wurde erstmals 1785 errichtet, brannte 1885 nach einem Blitzeinschlag nieder und wurde anschließend in der heutigen Form wieder aufgebaut.
Die Immobilie war von 1785 bis 1986 im Besitz der Familie.
Das Gebäude Kirkegade 1 ist in Broager lange Zeit als „Vognmand Lausen“ bekannt gewesen.
Ursprünglich befanden sich hier eine Schule und ein landwirtschaftlicher Betrieb, doch 1912 wurden alle Schulen der Stadt in der Vestergade zusammengelegt.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Haus an Andreas Lausen verkauft. Er und seine Nachkommen betrieben hier über drei Generationen hinweg ein Fuhrunternehmen mit Pferdefuhrwerken, Möbelwagen, Traktoren und Lastwagen.
Seit 1989 dient das Gebäude ausschließlich als Privatwohnung.
Das Haus, früher Pfarrhaus, ist heute das Gemeindehaus („Sognegård“) und wurde für verschiedene Zwecke eingerichtet:
Es dient der Konfirmandenunterrichtung, zahlreichen kulturellen Veranstaltungen für die Gemeindebewohner und beherbergt im ersten Stock den Proberaum des Kirchenchors.
Außerdem nutzt ein regionaler Chor die Räumlichkeiten, ebenso wie ein Lesekreis, der hier seinen Sitz hat.
Der Pfarrer hat heute eine eigene Wohnung direkt bei der Kirche – Vestergade 36.Im Jahr 1630 wurde der Pfarrer auf Anordnung des Herzogs an diesen Ort nahe der Kirche versetzt.
Gleichzeitig erhielt er Land aus der Stadt und aus dem Nachbardorf für den Pfarrhof.
Das Anwesen bestand aus vier Flügeln – dem Haupthaus und drei Wirtschaftsgebäuden – und war aus Fachwerk mit Reetdach gebaut.Im 18. Jahrhundert wurde die Landwirtschaft durch Flurbereinigung und Auslagerungsreformen erneuert, wobei die Pfarrer oft eine führende Rolle bei den Verbesserungen spielten.
Auch die Pfarrer in Broager haben diesem Anspruch entsprochen.
Vom landwirtschaftlichen Überschuss erhielten die Pfarrer ihren Anteil, mussten aber auch die Gebäude instand halten, bei Bedarf erneuern und gelegentlich eigene Mittel einsetzen, wenn die Ambitionen zu groß waren.
Dann musste der Nachfolger für die Auslagen aufkommen.
Das Haus Storegade 3 war die erste Telefonzentrale der Stadt.
Auf einem starken und hohen Mast im Garten des Hauses, weit entfernt von der Straße, wurden die Telefonleitungen der Abonnenten zusammengeführt.
Vom Vermittlungstisch im Haus konnte man mit anderen Teilnehmern verbunden werden.
Dies geschah zwischen 1895 und 1906, wobei der Mast auf etwa 20–25 Abonnenten hinweist.In Sønderborg verdoppelte sich die Teilnehmerzahl alle vier Jahre.
Als 1906 das Postamt gegenüber in Storegade 4 eingeweiht wurde, war auf dem Dach ein riesiger Eisenturm eingebaut – für die vielen zukünftigen Telefonbesitzer.
Es wurden immer mehr Telefonistinnen eingestellt, und als die Zahl der Abonnenten 200 überschritt, wurde die Zentrale rund um die Uhr betrieben.
Über die Dächer der Stadt verliefen Telefonleitungen in alle Richtungen zu den Dörfern – anfällig für Eisregen und Sturm.
Dann wurden dünne Telefonleitungen durch Kabel mit vielen Adern ersetzt, und in den 1950er und 1960er Jahren verschwanden die Telefonleitungen aus dem Blickfeld der Vögel.1965 wurde die Zentrale automatisiert und die Telefonistinnen entlassen.
Klackernde Relais übernahmen die Arbeit in einem 30 m² großen Raum.
Nur wenige Jahrzehnte später nahm die Technik kaum noch Platz ein und konnte gleichzeitig Tausende von Gesprächen in kürzester Zeit vermitteln.
Heute verschwindet das Festnetztelefon zunehmend aus dem Alltag und wird durch Mobiltelefonie ersetzt.